Clementinische Vulgata

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Die Vulgata Clementina (CLEM) ist die unter Papst Clemens VIII. überarbeitete Ausgabe der lateinischen Vulgata, die im Jahr 1592 veröffentlicht wurde.

Ihre Entstehung geht auf das Konzil von Trient (1545–1563) zurück, das die Vulgata als authentischen Text der Heiligen Schrift für die Römisch-Katholische Kirche anerkannte und eine offizielle, fehlerfreie Ausgabe forderte. Zunächst beauftragte Papst Sixtus V. eine Kommission mit der Revision des Textes, und 1590 erschien die sogenannte Vulgata Sixtina. Diese Ausgabe enthielt jedoch zahlreiche Fehler und wurde nach dem Tod des Papstes rasch zurückgezogen.

Clemens VIII. setzte eine neue Kommission ein, die den Text sorgfältig korrigierte. Das Ergebnis war die Clementinische Vulgata, die in drei Ausgaben erschien: 1592, 1593 und 1598. Die Ausgabe von 1598 gilt als die normative Fassung.

Dieser Text war über Jahrhunderte hinweg der offizielle lateinische Bibeltext der Katholischen Kirche und diente als Grundlage für Theologiestudium, Liturgie und kirchliche Dokumente. Erst mit der Veröffentlichung der Nova Vulgata im Jahr 1979 unter Papst Johannes Paul II. wurde die Clementinische Vulgata offiziell abgelöst.

Die Clementina basiert auf der ursprünglichen Übersetzung des Hieronymus aus dem späten 4. Jahrhundert, der die Bibel aus den hebräischen und griechischen Originaltexten ins Lateinische übertrug. Trotz ihrer Ablösung bleibt die Clementinische Vulgata ein bedeutendes Dokument der Kirchengeschichte und wird weiterhin von Gelehrten und Traditionalisten verwendet.